Am Donnerstag, dem 31.3., konnte die englische Theater AG des WSG nach langer, fragmentierter Probenarbeit endlich wieder einmal zu einer Aufführung einladen: Die Klassen 9 bis 12 waren in der fünften und sechsten Stunde Zuschauerinnen und Zuschauer bei „Hamlette“, einer Parodie auf die berühmte Shakespeare-Tragödie.

Hamlette, die Prinzessin von Dänemark, hat es darin nicht leicht: Alle wollen sie als Prinzen behandeln, ihr verstorbener Vater offenbart ihr als Geist, dass er ermordet wurde und sie ihn rächen muss, ihre Mutter hat den Mörder ihres Vaters geheiratet, und überhaupt läuft alles drunter und drüber. 8 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12 haben sich der Herausforderung, Theater in englischer Sprache zu spielen, gestellt und die Aufgabe mit Bravour gemeistert:

Franka Alba glänzte als Hamlette mit facettenreichem Spiel und toller Bühnenpräsenz, Jan van Rijn schlüpfte zur großen Belustigung des Publikums in die Rollen von Gertrude, Hamlettes Mutter, und König Claudius, der leider nur als Handpuppe dabei sein konnte, und überzeugte mit hervorragendem komödiantischem Spiel.

Ebenfalls in einer Doppelrolle zu sehen war Larry Hibomvschi als Ophelia und Laertes, die Kinder von Polonius, der wiederum von Clemens Winter gespielt wurde. Dabei kann Polonius noch als die seriöseste dieser Figuren betrachtet werden, denn Laertes musste – und so wurde er auch vorgestellt – als plot device herhalten, während Ophelia sich vor allem als Klischee-Blondine auszeichnete. Beide Darsteller überzeugten in ihren Rollen, ebenso wie Ariadna Uzunlare, die den Geist von Hamlettes Vater spielte. Als Theater-AG-Mitglied seit 2014 war natürlich auch Nergiz Yildiz mit von der Partie und hatte sichtlichen Spaß an der Darstellung des Horatio, aber auch diverser weiterer Rollen, die sie allesamt hervorragend meisterte. Das Stück lebt überhaupt davon, dass fast niemand auf eine einzige Rolle beschränkt ist, so auch Celina König und Milena Steinhardt, die von Wachen über Schiri, Erzähler, TV-Publikum, Moderator, Ringrichter und Mitglieder des königlichen Hofes alles mit viel Spielfreude und Elan auf die Bühne brachten, was das Stück an Rollen hergab.

Inszeniert wurde die turbulente und mit Slapstick gewürzte Komödie von Matthias Brinck, der sich als großer Shakespeare-Fan besonders darüber freute, dass die Truppe sich dieses Stück ausgesucht hatte. Dass nicht nur er seinen Spaß hatte sondern auch das Publikum, zeigte sich im Schlussapplaus nach der 35-minütigen Vorstellung. Ob es noch zu einer weiteren Vorstellung kommen kann, ist jedoch angesichts der Tatsache, dass die meisten Darstellerinnen und Darsteller ab Ostern ihr Abitur schreiben, leider ungewiss.